Teil eines Werkes 
5. Band (1861)
Entstehung
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langen, langen Kuß zu geben, ohne daß ſie wußte, daß es ein Abſchiedskuß war.

Außerdem nahm ich von Niemandem Abſchied. Mein letzter Gang durch das Dorf geſchah mitten in

einem ſündfluthartigen Auguſtregen, in welchem

meine Moorgefilde nebelartig verſchwanden. Es war eine ſchwere, ſchwere Nacht es wird lange dauern, ehe mein Gemüth von der Laſt dieſer Er⸗ innerung befrei't iſt.

Und dennoch wußte ich, daß ich recht that und daß ich, wenn es ſein müßte, es nochmals thun würde.

Jede menſchliche Liebe hat ſowohl ihre Opfer und Schmerzen als ihre Freuden die eine große Liebe des Lebens hat ſie oft mehr als jede andere. Jeder möge ſich daher wohl hüten, ſie mit leichtfer⸗ tigem oder egviſtiſchem Sinne zu betrachten oder ohne ihren vollen Preis berechnet zu haben.

Ob wir glücklich ſein werden, weiß ich nicht, ſagte ich zu Penelope, als ſie mich durch die Ver⸗ weiſung auf eine Zukunft zu erheitern ſuchte, welche vielleicht niemals kommtz, ich weiß blos, daß Max und ich unſer Schickſal an einander gekettet haben und daß wir einander lieben werden bis an's Ende.

und mit dieſer ſtarken Liebe gewappnet lebte