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Dann fuhr ich erſchrocken in die Höhe und fürchtete, daß ich im Begriffe ſtände, den Verſtand zu verlieren, oder daß eine ſchwere Krankheit im Anzuge ſei— und wenn dies der Fall war, was ſollte dann aus Max werden?
Endlich kam der letzte Tag— der Tag vor meiner Vermählung. Sie ſollte natürlich nicht hier ſtatt finden, ſondern in einer Kirche in London, nicht
weit von der Wohnung der guten Miſtreß Ansdell,
die mich zu einer frühen Stunde dieſes Tages von dem Bahnhofe abholen und bei mir bleiben ſollte, bis ich Doctor Urquhart's Weib wäre. Eine andere Freundin konnte ich nicht haben und ich war mit Penelope einverſtanden, daß es am beſten ſei, nicht das Mißfallen meines Vaters dadurch zu erregen, daß ich ihn bäte, ſie meiner Trauung beiwohnen zu laſſen.
Somit ſollte ich ohne Schweſter oder Vater oder irgend Jemanden von meiner Familie an dieſem meinem traurigen Hochzeitsmorgen aufbrechen— ganz allein!
Während der letztvergangenen Woche hatte ich Gelegenheit genommen, nach dem Cedernhauſe hinüber zu fahren, Colin und ſeiner jungen Gattin die Hand zu drücken und ſeiner guten alten Mutter einen


