—
vollkommen überzeugt iſt, das er der beſte Mann iſt, den ſie möglicher Weiſe heirathen könnte.“ Sobald ſie ihn aber liebt und er es weiß und gewiß iſt, daß, wie unwürdig er auch ſei und wie viele Fehler ſie auch haben möge— ich habe Dir doch niemals geſagt, daß Du ein Engel biſt, kleine Dame?— ſie ihre Schickſale an einander geknüpft, das ſie einander für alle Wechſelfälle des Lebens und mit allen ihren Fehlern und Tugenden auserſehen haben— wie Eure Kirche ſagt— dann gewinnen die Dinge eine ganz andere Geſtalt. Er hat ſeine Rechte, ſo beſtimmt und feſt wie kein anderes menſch⸗ liches Weſen ſie in Bezug auf ſie haben kann; ſie hat ſie ihm gegeben— und wenn er einen Funken Mannesgefühl in ſich hat, ſo wird er niemals darauf verzichten, ſondern daran ewig feſthalten.
Meine theure Theodora, ich habe nicht die Ab⸗ ſicht, wieder in die Rolle Deines Freundes zurückzu⸗ treten. Ich bin Dein Geliebter und verlobter Gatte. Ich will auf Dich warten, ſo viele Jahre Du willſt, bis Du alle deine Pflichten erfüllt haſt und kein irdiſches Recht die Macht hat, uns länger zu trennen. Mittlerweile aber halte ich feſt an meinen Rechten. Alles, was ein Verlobter oder künftiger Gatte Dir ſein kann, muß ich ſein. Und wenn ich Dich ſehe — denn ich bin entſchloſſen, Dich in gewiſſen


