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Später als meine Schweſter ſtill dalag und zu⸗ hörte, verſuchte ich ihr begreiflich zu machen, was ich ſelbſt gefühlt, als ſie an jenem Morgen, wo ich ſo elend war, an mein Bett trat und mich tröſtete, wie kein Verluſt völlig unerträglich ſein kann, ſo lange er nicht den häuslichen Frieden vernichtet, ſon⸗ dern dem Leidenden ein wenig Liebe läßt, zu welcher er in ſeinem Daheim ſeine Zuflucht nehmen kann.
Und endlich überredete ich ſie, zu verſprechen, daß ſie, da es Papa und mich ſo ſehr bekümmere, ſie ſo zu ſehen— und Papa ſei ein alter Mann, den wir wahrſcheinlich nicht mehr viele Jahre bei uns haben würden— ſich um unſertwillen bemühen wolle, ſich aufzuraffen, um zu ſehen, ob das Leben nicht noch eine kleine Weile zu ertragen wäre.
„Ja,“ antwortete ſie, und ſchloß ihre müden Augen, und faltete die Hände mit einem kläglichen Ausdruck von Geduld, der an unſerer raſchen, reiz⸗ baren Penelope ſehr ſeltſam war,„ja— noch eine kleine Weile. Ich glaube, ich werde bald ſterben; ich glaube, es iſt mein Tod.“
Ich widerſprach ihr nicht, ſondern gedachte Deiner Worte, daß für Penelope, da ſie ein gutes Herz habe, ſich Alles noch zum Beſten kehren werde. Auch ſind es gewöhnlich nicht die guten Menſchen, welche durch den Gram getödtet werden; während


