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Ueberdies iſt ſie nicht die Einzige, an welcher geſündigt worden. Zuweilen ſehe ich ſelbſt, während ich an dem Bett meiner Schweſter ſitze, die Viſion jenes ſchönen jungen Weſens— ſie war ſo ſchön und unſchuldig, als ſie zuerſt nach Rockmount kam — mit ihrem Knaben auf dem Arme, und es iſt mir, als müßte mir das Herz brechen vor Entrüſtung und Scham, und ich ſchaudere vor Entſetzen über die Verworfenheit der Welt, während mich zugleich ein ſeltſames Gefühl von unausſprechlichem Mitleid er⸗ greift.
Max, ſage mir, was Du denkſt, Du, der Du von uns Beiden der bei weitem Verſtändigere biſt. Ich für meine Perſon glaube, daß meine Schweſter, ſelbſt wenn ſie es noch wünſchte, Francis Charteris nicht heirathen dürfte.
Ach, Papa ſagte in Wahrheit, daß ich kein Kind mehr ſei. Ich komme mir ſogar vor, als wäre ich nicht mehr ein erwachſenes Mädchen, ſondern ſchon eine alte Frau, vertraut mit allen möglichen bekla⸗ genswerthen und verworfenen Dingen, als ob die Friſche und Unſchuld aus dem Leben gewichen und nirgends mehr zu finden wären— ausgenommen, wenn ich mich zu Dir wende und mein armes kran⸗ kes Herz Dir zuneige— wie ich jetzt Max
tröſte mich! .


