einem Geſichte wie eine Leiche, nur hatte es nicht die Ruhe des Todes, begann Francis zu zittern.
„Verzeihe mir, wenn ich Dir etwas zu Leide ge⸗ than habe. Es war Alles die Folge der Verhält⸗ niſſe. Vielleicht, wenn Du etwas weniger ſtreng wäreſt— mich weniger ausgeſcholten und mehr ſtu⸗ dirt hätteſt— aber natürlich Du konnteſt eben ſo wenig für Deine Natur als ich für die meine. Leb' wohl, Penelope!“
Sie ſaß unbeweglich da, ſelbſt als er mit einem gewiſſen Grade von unwillkürlicher Zärtlichkeit ihre Hand ergriff und küßte. In dem Augenblicke aber, wo er fort war— wirklich fort— als die Thür ſich hinter ihm geſchloſſen und die Hufſchläge ſeines Pferdes die Straße hinabdröhnten— ich hörte ſie ganz deutlich— ſprang Penelope auf und rief:
„Francis! Francis!“
Ha! welcher Schmerz, welche Verzweiflung lag in dieſem Rufe— ich glaube ihn jetzt noch zu hören.
Es war aber nicht der jetzige Francis, dem ſie nachrief— davon war ich überzeugt— ich ſah es in ihren Augen. Es war der Francis von vor zehn Jahren— der Franeis, den ſie geliebt— der jetzt ſo vollſtändig todt und begraben war, als ob ſie den Stein auf ihn hätte legen und ſeine Leiche dem Schlafe im Grabe überlaſſen ſehen.


