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Als ich die Treppe hinunter ging, begegnete mir Miſtreß Granton und freuete ſich nicht wenig, daß ich ſo früh aufgeſtanden war.
„Welch' ein Fortſchritt zur Beſſerung!“ ſagte ſie. „Das dürfen wir Doctor Urquhart nicht verſchweigen. Apropos, hat er nicht heute früh einen Brief oder ein Billet an Dich abgegeben!?“
„Ja; wahrſcheinlich wird er nächſten Montag wiederkommen.“
Sie ſchien ſich zu wundern, daß ich den Brief nicht zum Vorſchein brachte, machte aber weiter keine Bemerkung. Ich dagegen wäre vor noch zwei Tagen feuerroth geworden und hätte kein Wort her⸗ vorbringen können, jetzt aber ſtanden die Dinge anders. Ich war ſeine Erwählte, ſein Weib; es war weder Heuchelei noch Betrug, wenn ich zwiſchen ihm und mir ein Geheimniß bewahrte. Wir gehörten einander an und die übrige Welt hatte Nichts mit uns zu thun.
Nichtsdeſtoweniger wallte mein Herz über vor Zärtlichkeit gegen die gute alte Frau— eben ſo wie gegen meinen Vater und meine Schweſtern und Alles, was auf dieſer weiten Welt mir angehörte.
Als Miſtreß Granton zur Kirche ging, ſaß ich eine lange Weile in dem weſtlichen Zimmer und las ganz allein in der Bibel, wenigſtens ſo allein als


