ich jemals in dieſer Welt wieder ſein kann, nun da ich weiß, daß Max mich liebt.
Da ein außerordentlich milder warmer Tag war— ein wahres Wunder von einem erſten Februar— ſo kam ich auf einen Einfall, der aller⸗ dings mit den mir ertheilten ärztlichen Befehlen genau übereinſtimmte, nur hatte ich noch nie den Muth gehabt, zu gehorchen. Jetzt wollte ich es. Ganz gewiß freute er ſich darüber und Miſtreß Granton auch.
Ich kleidete mich daher zum Ausgehen an und ging ganz allein wohl zweihundert Schritte weit bis auf die Höhe des Hügels. Hier ſetzte ich mich auf die alte vertraute Bank und heftete meinen Blick auf die wohlbekannte Ausſicht. Ach, wie viele Jahre und unter wie vielen verſchiedenen Umſtänden habe ich hier auf dieſer Bank geſeſſen und meine Augen auf dieſer Landſchaft ruhen laſſen!
Sie war heute ſehr ſchön, obſchon beinahe todtenähnlich in ihrer übernatürlichen, ſonnenhellen Ruhe, ſo wie man ſie blos während jener zufälligen ſchönen Tage ſieht, die zu Anfange des Winters kommen oder auch zuweilen als eine Art geſpen⸗ ſtiſches Vorbild des Frühlings. Ueberall herrſchte die äußerſte Ruhe. Das Einzige, was in der ganzen Landſchaft lebendig zu ſein oder ſich zu regen ſchien,


