Teil eines Werkes 
4. Band (1861)
Entstehung
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Wirſt Du mir verzeihen? Wirſt Du mir ver⸗ trauen? Ich hoffe es.

Du haſt doch meine Anordnungen befolgt, den ganzen Abend geruht und Dich zeitig ſchlafen gelegt? Ich hoffe, daß ich nächſten Montag eine Roſe auf Deinen Wangen ſehe eine zarte Winterroſe. Dieſe arme kleine hagere Wange betrübt mein Herz. Du mußt wieder ſtark und kräftig werden. Wenn Du

durch Dein Benehmen zeigſt, daß dieſer Brief Deine

Meinung von mir geändert hat und daß Du den geſtrigen Tag der Vergeſſenheit anheim zu geben wünſcheſt, ſo werde ich es verſtehen und gehorchen. Bedenke, was auch geſchehen möge und ob Du jemals mein wirſt oder nicht, daß Du das einzige Weib biſt, welches ich jemals zu meiner Gattin ge⸗ wünſcht, das einzige, welchem ich mich jemals vermählen werde. Der Deinige Max Urquhart.

Ich las dieſen Brief vielmals durch.

Dann erhob ich mich und kleidete mich ſorg⸗ fültig an, als ob es mein Trauungsmorgen wäre. Er liebte mich; ich war die Einzige, die er jemals ſich zur Gattin gewünſcht. Es war in der That mein Trauungsmorgen.