Teil eines Werkes 
4. Band (1861)
Entstehung
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beſchloß, Dir künftig einmal meine ganze Geſchichte vorzulegen wie einer Freundin die Frage an Dich zu richten, ob unter dieſen Umſtänden ich berechtigt geweſen wäre, ein Weib zu meiner Gattin zu ſuchen, und dann, je nachdem Deine Antwort ausfiele, zu entſcheiden, ob ich mich bemühen ſollte, Deine Liebe zu gewinnen, oder ob ich Dich blos lieben ſollte, wie ich Dich ſtets geliebt haben würde und lieben werde.

Was ich Dir damals zu erzählen gedachte, iſt noch nicht erzählt. Ich fürchte nicht dieſe Offen⸗ barung, wie ich ſie einſt fürchtete Alles erſcheint mir jetzt anders.

Ich bin kaum noch derſelbe Menſch, der ich vor zwölf Stunden war. Vor zwölf Stunden hatte ich Dir noch nicht geſagt, was Du mir biſt ich hatte Dich noch nicht in meinen Armen gehalten ich hatte noch nicht die Liebe in Deinen theuren Augen geleſen o, Kind, fürchte nicht und ſcheue Dich nicht, mich ſehen zu laſſen, daß Du mich liebſt, wie unwürdig ich auch bin. Wenn Du mich nicht geliebt hätteſt, ſo wäre ich dem Untergange entgegen⸗ getrieben ich meine, ich hätte mich, was dieſe Welt betrifft, vielleicht gänzlich ſelbſt verloren.

Jetzt iſt dies nicht mehr wahrſcheinlich. Du wirſt mich retten und ich werde ſo glücklich ſein,