Teil eines Werkes 
3. Band (1861)
Entstehung
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Wahrheit. Ich war fieberkrank, weiter Richts und erholte mich mit der Zeit gewiß wieder. Wenn ich nicht ganz glücklich war, ſo überwand ich dies ſicherlich mit der Zeit ebenfalls. Das Herz wäre mir nicht gebrochen. Es darf dies überhaupt bei Niemandem der Fall ſein, der noch ein zweites gutes Herz kennt, an welches er glauben kann, und der weder Unrecht gethan noch erfahren hat. Es ſchien mir deßhalb nothwendig zu ſein oder wenigſtens, wenn ich mir während der langen ſchlafloſen Nächte Alles überlegte, glaube ich es, daß ich mich nicht blos um meiner ſelbſt willen aufrütteln und bemühen müßte, ſo ſchnell als möglich wieder geſund zu werden.

Ich erhob deßhalb keine Einwendung gegen Etwas, was mir in gewiſſen Beziehungen etwas außerordentlich Peinliches war einen Beſuch im Cedernhauſe.

Doch peinlich oder nicht peinlich, es mußte ge⸗ ſchehen und es geſchah. Ich lag in einem Traume der Erſchöpfung, der faſt ein Gefühl wie Frieden erzeugte, in dem kleinen Wohnzimmer mit der alten vertrauten Ausſicht auf den Raſenplatz, die Sonnen⸗ uhr, die Grenze von immergrünen Gebüſchen und weiterhin das lange enge Thal von mit Tannen bewachſenen Bergen, die ſcharf gegen den weſtlichen

bimmel abſtachen.