—— MWiſtreß Granton lief geſchäftig herein und hinaus, und that für mich Alles ſo zärtlich, als ob ſie meine Mutter geweſen wäre.
Wenn wir krank und ſchwach ſind, Troſt und Pflege zu finden; wenn unſer Herz verwundet iſt, von Liebe umringt zu ſein; wenn mit fünfund⸗ zwanzig Jahren die Welt öd' und wüſt' ausſieht, wahrzunehmen, daß ſie mit ſechzig ſchön und ſonnen⸗ hell ſein kann— dies iſt ſehr wohlthuend.
Wenn ich ſagte, daß ich Miſtreß Granton liebte, ſo drückte das nur unvollkommen aus, was ich ihr verdankte und ihr jetzt verdanke— mehr als ſie wahrſcheinlich je erfahren wird.
Ich war ſeit einem Tage und einer Nacht im
Cedernhauſe, ohne Jemanden anders zu ſehen als
die gute alte Frau, welche mich faſt nicht aus den Augen ließ und mir fortwährend Arzeneien aus ihrer„Küchenapotheke“ reichte und mir verſprach, wenn es immer ſo fort beſſer mit mir ginge, ſo ſolle das verhaßte Geſicht des Doctor Black niemals über die Schwelle des Cedernhauſes kommen. „Dennoch aber,“ ſetzte ſie hinzu,„wäre es mir ſehr angenehm, wenn Sie ſich dazu verſtünden, einen mir befreundeten Arzt zu empfangen, liebes Kind.“ Krankheit ſchärft unſere Sinne und es ſcheint


