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„Wenn Sie wiſſen was die Welt' iſt, wie Sie doch einmal erfahren müſſen. Ich hoffe aber, daß Sie blos die beſte Hälfte davon ſehen werden. Ich hoffe, daß Ihnen ein glückliches Leben beſchieden iſt.“
Ich ſchwieg.
„Dieſes Bild— das Moorland, die Berge und der See; Ihr Teich iſt ſo breit und ſo blank wie ein See— wird mich ſtets an Raſſelas erinnern, aber man kann nicht immer in unſerem glücklichen Thale leben, eben ſo wenig als in unſerm faulen Lager. Ich wünſche oft, daß ich mehr Arbeit zu verrichten hätte.“
„Wie— und wo?“
Ich hatte dieſe Frage nicht ſobald gethan, als ich auch ſchon über die Keckheit derſelben erröthete. Bei Allem, was er mir von ſeinen Angelegenheiten erzählt, horche ich zu, wage aber niemals zu fragen, denn ich weiß, daß ich nicht das Recht habe, ihn mehr zu fragen als ihm mitzutheilen beliebt.
Doch, mochte ich nun recht gethan haben oder nicht, er fühlte ſich nicht beleidigt. Er antwortete mir ausführlich, und ſprach mehr, als ob ich ein Mann und ſein vertrauter Freund geweſen wäre, als blos ein einfaches Mädchen, welches wenigſtens darin einigen Verſtand beſitzt, daß ſie fühlt, ihn ver⸗ ſtehen zu können.
Leben um Leben. m. 3


