—
Wie es ſcheint, ſind in Friedenszeiten die Pflich⸗ ten eines Regimentsarztes faſt Nichts, ausgenommen unter Umſtänden, wo ſie eben ſo hoffnungslos als ſchwer werden, wie zum Beiſpiel hinſichtlich ungeſun⸗ der Kaſernen und anderer wohl abzuſtellender Urſachen von Sterblichkeit, worüber Doctor Urquhart und Auguſtus einmal mit einander disputirten, und worauf er ſeitdem im Geſpräche mit Papa und mir mehrmals wieder zurückgekommen iſt.
Er erzählte mir, mit welchem Eifer er verſucht habe, in dieſer Beziehung Reformen anzubahnen, wie alle ſeine Pläne durch die Saumſeligkeit der Re⸗ gierung vereitelt worden ſeien, und daß er die Hoff⸗ nung aufgegeben habe, jemals ſeinen Zweck zu er⸗ reichen. Er zeigte mir ſogar einen amtlichen Brief, den er an dieſem Morgen erhalten, und worin die Frage definitiv beſeitigt wird.
„Da ſehen Sie, Miß Theodora,
„die Welt zu beſſern iſt ein ſchweres Werk“, zu ſchwer für meine armen Kräfte.“
„Sind Sie entmuthigt?“
„Rein. Ich glaube aber, ich habe die Sache nicht richtig angefangen. Ich habe zu viel unter⸗ nommen, und mir mehr Einfluß zugetrau't als ich beſaß. Man darf ſich nicht auf Andere verlaſſen, die Arbeit, welche man mit ſeinen eigenen zwei Hän⸗


