Teil eines Werkes 
2. Band (1861)
Entstehung
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ich wie ein junger Soldat, Max Piccolomini, ſich in die Tochter ſeines Feldherrn Wallenſtein ver⸗ liebte, der, an der Spitze einer Empörung ſtehend, den jungen Mann aufforderte, ſich ihm anzuſchließen, indem er ihm zugleich die Hand ſeiner Tochter ver⸗ ſprach. In einer Scene verſucht ihn der Vater und veranlaßt auch die Tochter, ihn durch die Hoffnung auf dieſes Glück zu verſuchen, ebenfalls Rebell zu werden; der junge Mann aber bleibt feſt, und ſelbſt das Mädchen, als er ſich an ſie wendet, heißt ihn ſeiner Pflicht treu bleiben und ſeiner Liebe entſagen.

Es iſt ein Fall, wie er ſich ereignet haben kann, wie er ſich noch gegenwärtig ereignen könnte, wenn die modernen Männer und Frauch einer ſolchen Liebe noch fähig wären. 5

Es iſt dies ungeführ dir Liebe, über welche Dallas zu philoſophiren pflegte, als wir noch Knaben waren, und wo er dann alle Mal mit ſeinem Lieb⸗ lingsverſe ſchloß wie ſeltſam, daß mir derſelbe gerade jetzt ganz i wieder in die Erinnerung kommt:

86 könnte Dich nicht lieben ſo, Liebt' ich die Ehr nicht mehr. Max ſonderbar klang der Name und ſie zögerte anfangs alle Mal, ehe ſie ihn ausſprach, und entſchuldigte ſich halb lachend, dann aber vergaß ſie