vin ich entſchieden glücklicher als ſonſt. Ich fühle mich wieder freier und leichter, komme mir oft dem ähnlich vor, wie ich als Knabe in Stowbury war. Liebes Stowbury! Ich muß ſo oft mit einer faſt lächerlichen Anhänglichkeit an den alten Ort denken.— Und nun noch Eines, wenn mir etwas zuſtoßen ſollte, ſo möchte ich doch, meine Tanten erführen es, auch daß ich ſie nie vergaß, ſollen ſie dann hören.“
„Aber werden Sie ſich ihnen denn nie wieder nähern, Herr Leaf?“ fragte Eliſabeth ernſt.
„Das kann ich noch nicht beſtimmen, es hängt von Umſtänden ab. Man ſagt immer, jede Sünde trage ihren Lohn in ſich und ſtrafe ſich ſelbſt, ſo ſcheint es aber auch im entgegengeſetzten Falle zu ſein. Das wenige Gute, was ich dem armen Tom that, wird mir vielleicht noch reichlich vergolten werden. Er erzählte mir einſt, er habe zu einem Herrn aus ſeiner Gegend, der ihn beſucht— es war der Einzige, welcher jemals zu ihm gekommen— von mir geſprochen. Dieſer Herr, der Tom in der alten Wohnung nicht mehr fand, kam geſtern zu mir, ſich nach ihm zu erkundigen. Das Ende unſeres Geſpräches war, daß er mir bei einem ſeiner Bekannten, einem in ſehr gutem Rufe ſtehenden Chemiſten in Tottenham Court Road, eine Stelle anbot.“
„Und Sie werden dieſe annehmen?
„Gewiß, ich habe gelernt, für kleine Dienſte dankbar zu ſein. Da Sie mich nicht erkannten, ſo wird dies auch Niemand gelingen. Wer weiß, jetzt habe ich viel⸗ leicht noch die Ehre, für Onkel Askott Medicamente zu verabreichen.“


