„Vielen Dank, mein Herr“, erwiderte Eliſabeth herzlich.
Der junge Mann trat näher, blickte ſie ernſt und prü⸗ fend an und ſagte dann mit vollkommener Veränderung in Stimme und Weſen:
„Eliſabeth, kennen Sie mich nicht? Was iſt aus meiner Tante Johanna geworden?“
Es war Askott Leaf.
Kein Wunder, daß Eliſabeth ihn nicht hatte. Das kurzgeſchorene Haar, ſein ſtarker Bart, der das halbe Geſicht bedeckte, und eine Brille waren hinreichend, ihn unkenntlich zu machen. Nebenbei lag die auffallendere Veränderung in dem Uebergange von ſeiner früheren „Dandy⸗Erſcheinung“ zu der großen Dürftigkeit, welche ſein Anzug zeigte, ſeine Kleider wurden jedenfalls ſo lange getragen, als ſie nur halten wollten, und ſein für gewöhnlich ſo niedergedrücktes Weſen machte den Ein⸗ druck, als ob er in der Welt ſehr heruntergekommen ſei, ſo daß, auch ohne das Irreführen des Namens„John Smith“ Niemand den früheren Askott Leaf in ihm ver⸗ muthet hätte.
„Ich würde Sie niemals nisetkunnt haben, mein Herr“, ſagte Eliſabeth, wahr wie immer, nachdem ihr erſtes Erſtaunen ſich etwas gelegt hatte,„aber ich freue mich, Sie zu ſehen. O, wie glücklich und dankerfüllt werden Ihre Tanten bei der frohen Kunde ſein!“
„Meinen Sie? Ich fürchte gerade das Gegentheil. Aber es ändert nichts in der Sache, denn ſie werden nie wieder etwas von mir hören— außer wenn Sie mich verriethen, doch ich glaube, ich kann Ihnen trauen.


