Friedhofe müßte es ſich beſſer ruhen, als auf einem engen und begränzten in der großen Metropolis.
Ehe ſie das Haus verließ, ſah ſie noch den armen Tom in ſeinem Sarge liegen. Ihr Auge war das letzte, welches hier auf Erden auf ihm weilte. Da, erſt da, zu ſeinen Häupten ſich ſetzend, weinte ſie bitterlich.
Die wenigen Sachen, welche er beſaß, eigentlich nur die Kleidungsſtücke, die er beim Sterben angehabt, wur⸗ den ihr von Niemand ſtreitig gemacht; ſo packte ſie die⸗ ſelben in ein Bündel und nahm ſie mit ſich. In der Seitentaſche ſeines Rockes fand ſie ein kleines, neues Teſtament, das ſie ſelbſt ihm einſt geſchenkt hatte; es ſah aus, als ob es viel geleſen ſei. Wenn alle ſeine Stu⸗ dien, all ſeine Anbetung für die„höchſte Intelligenz“ als das einzige beſte Gut, darin geendet hatten, ihn zum Leſen der Bibel zu führen, ſo war es doch ein geſeg⸗ netes Ziel geweſen. 5
Sobald ſie nach Hauſe gekommen, ging Eliſabeth zu ihrem Herrn, ihm den Empfehlungsbrief an das Hoſpital zurückzugeben, wobei ſie ihm mittheilte, wie er
nun nicht mehr gebraucht würde.
Herr Askott ſchien ziemlich beſtärzt, er fragte noch nach verſchiedenen Einzelnheiten des Todes, und nahm dann wieder ſeine Börſe heraus, ſein Univerſalmittel gegen alle Schmerzen der Erde. Aber Eliſabeth dankte für jede Unterſtützung, und bat ihn nur, ihr Lohn für das nächſte halbe Jahr ihr vorauszubezahlen. Sie zog es vor, ihren Freund aus eigenen Mitteln zu be⸗ graben.


