Teil eines Werkes 
2. Band (1863)
Entstehung
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wie ſie außen auf der Treppe ſeinem kurzen Huſten lauſchte der Anblick, der Ton verfolgten ſie den lan⸗ gen, ſonnigen Junitag, und damit verwiſchten ſich Vi⸗ ſionen und längſt entſchwundene Erinnerungen an jenen anderen ſtrahlenden, glücklichen Junitag, den Pfingſt⸗ feiertag, welchen ſie an Tom's Seite ſo ſelig genoſſen; es war ihr erſter und letzter Feſttag geweſen.

Als an dem beſtimmten Morgen kein Brief von Tom kam, übergab ſie ihren kleinen Henry der Obhut des Stubenmädchens, die ihn ſehr liebte, wie das ganze Haus den jungen Herrn zu verziehen drohte, und trat ihren Weg nach Weſtminſter an.

Da ein ganzer langer Tag vor ihr lag, ſo ſtand ſie ein Paar Minuten, um ſich zu erholen, auf der Weſtminſterbrücke ſtill, und betrachtete das raſtloſe Trei⸗ ben Londons; reges Leben auf dem Waſſer, emſige Ge⸗ ſchäftigkeit an den Ufern, Jeder vorwärts eilend in fröh⸗ lichem, thatkräftigem Streben.

Armer Tom, ſeufzte Eliſabeth und fragte ſich, ob ſein elendes Leben wohl noch einen glücklicheren Aus⸗ weg als den Tod haben würde.

Sie ging ſchnell weiter und kam bald in die Straße, in der ſeine Wohnung lag. An der Ecke derſelben be⸗ fand ſich, wie gewöhnlich in den Straßen Londons, ein Wirthshaus, vor deſſen Thür mehr als die gewöhnliche Zahl verdächtig ausſehender Müßiggänger herumſtanden. Auch zwei Polizeidiener waren darunter, welche die Menge theilten, um einem Trupp von zwölf Männern den Durchgang zu ermöglichen.

Was bedeutet dies? fragte Eliſabeth.