Teil eines Werkes 
2. Band (1863)
Entstehung
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247 mit vierundzwanzig Jahren ſchon dem Tode verfallen, auf dem Punkte in jene Welt überzugehen, wo ſie ihn vielleicht noch wiederfinden könnte, ohne daß Eſther trennend zwi⸗ ſchen ſie trat. Tom, ſagte ſie innig, an ſeiner Seite niederknieend,

lieber Tom, ich wollte Dich nicht kränken. Ich will ver⸗

ſuchen ſo gut wie eine Schweſter zu Dir zu ſein. So lange ich lebe, verlaſſe ich Dich nicht.

Das weiß ich.

So lebe denn wohl für jetzt. Ein baldiges Wieder⸗ ſehen.

Und ſanft und innig küßte ſie ihn. O wie ſie ſpäter froh war, ſeinen Wunſch erfüllt zu haben!

Spät genug kam ſie nach Hauſe; doch Niemand hatte ſich um Frau Hand's Thun und Treiben zu bekümmern, ſie brauchte Keinem Rechenſchaft abzulegen. Ehe ſie zu Bett ging, küßte ſie noch einmal ihren kleinen Henry, der ſchlaftrunken ſeine Arme um ihren Hals ſchlang, ſie drückte ihn feſt an ihr Herz und fühlte, daß es doch noch etwas in dieſer öden, einſamen Welt gäbe, wofür es werth ſei zu leben.

Die ganze Nacht dachte ſie darüber nach, was ſie wohl am beſten für Tom thun könne. Obgleich ſie ſich keinen trügeriſchen Hoffnungen über ſeinen Zuſtand hin⸗ gab, ſo glaubte ſie doch, daß er bei guter Pflege und richtiger Behandlung wohl noch ein Paar Monate leben könnte; beſonders wenn ſie ihn in das in Chelſea neu errichtete Hospital bringen könnte, das gerade für folche Kranke, wie er einer war, vorzüglich ſein ſollte. Sie wußte, daß Herr Askott, der ſeinen Namen zu gern auf