Teil eines Werkes 
2. Band (1863)
Entstehung
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Augen verlöſchte ſchnell, und matt ſchloſſen ſich die ſchwe⸗ ren Lider, indem er noch einmal flüſterte:Ich bin ſo müde ſo müde. Dann will ich gehen, Tom; ich müßte eigentlich längſt zu Hauſe ſein. Verſprich mir, Dich recht in Acht zu nehmen; in der erſten freien Stunde komme ich wieder her. Wenn Du mich eher brauchſt, wirſt Du ſchicken? Nicht wahr, Tom? Du weißt ja, wo Du mich findeſt.

Ich werde es. Du biſt doch noch in demſelben Hauſe?

Ja. Und ſie ſchwiegen Beide.

Nach einer Pauſe fragte Tom mit unruhiger Stimme:

Haſt Du mir verziehen?

Ja, Tom, vollſtändig.

Willſt Du mir nicht einen Kuß geben, Eliſabeth?

Sie wandte ſich ab. Es war nicht ihre Abſicht hart zu ſein, doch es widerſtrebte ihr, Eſther's Mann zu küſſen.

Ich verſtehe nun es thut nichts. Leb' wohl, Eliſabeth.

Lebe wohl, Tom!

Als ſie an der Thür ſich noch einmal nach ihm um⸗ ſchaute, und ihn mit geſchloſſenen Augen, bleich wie ein Todter vor ſich liegen ſah, da wurde ihr Herz erweicht. Er war Tom, ihr eigener Tom, dem ſie, als er ein Kind war, das Leben gerettet hatte, auf den ſie ſpäter ſo ſtolz geweſen, für den ſie eine glänzende Zukunft erhofft, lange ehe ſie ihm näher verbunden war, den ſie geliebt hatte von allen Männern ihn allein; und er lag ſterbend vor ihr,