Teil eines Werkes 
2. Band (1863)
Entstehung
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Sie bezahlte die Miethe auf eine Woche im Voraus, kaufte Feuermaterial, Lebensmittel und Alles, was ihm noch zu ſeiner Behaglichkeit in dem möblirten Zimmer fehlen konnte, und holte ihn dann in einer Droſchke nach der neuen Wohnung ab.

Der Kranke fügte ſich in Alles; er ſchien kaum zu wiſſen, was ſie mit ihm vorhabe. Als ſie ſeine wenigen Kleidungsſtücke einpackte, entdeckte ſie den Grund ſeines halb bewußtloſen Zuſtandes, denn ſie fand darunter ein feſt zuſammengefaltetes Papier mit der Aufſchrift: Opium.

Nimm es mir nicht, bat er klagend,es iſt mein einziger Troſt!

Als er ſich in dem hübſchen, behaglichen Zimmer befand, wo in dem Kamine das Feuer luſtig kniſterte und auf dem ſauber gedeckten Tiſch der Theekeſſel ſeine trauliche Weiſe ſummte, da ſchien er wie aus einem böſen Traume zur beſſeren Wirklichkeit zu erwachen.

Wie ſchön, wie comfortable iſt es hier, Eliſabeth!

Ihr traten die Thränen in die Augen doch ſüße Freudenthränen.

Ob Speiſe und Trank Tom geſtärkt hatten, ob, wie es bei Schwindſüchtigen oft der Fall iſt, ein letztes, plötzliches Aufflackern des Lebens eingetreten war, er ſchien ſich jetzt viel wohler und kräftiger zu fühlen und fing an zu ſprechen, Eliſabeth von ſeiner langen Krank⸗ heit erzählend, wobei er immer von Reuem auf die Güte des jungen Proviſors zurückkam.

Ich bin überzeugt, er iſt ein Gentleman, obgleich er auch heruntergekommen zu ſein ſcheint; er ſagte erſt