Teil eines Werkes 
2. Band (1863)
Entstehung
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verleugnen, und die nothwendig entſpringenden Folgen und Wirkungen ſeines eigenen unſträflichen Daſeins zu nichte machen? eines Daſeins und Weſens, dem alles Böſe ſo durchaus entgegen iſt, daß wir nicht bezweifeln können, er werde es einſt ganz vertilgen, indem er es in jenen allegoriſchen Pfuhl von Feuer und Schwefel ſchleudert, welcher derzweite Tod iſt. Verleugnen aber die nicht faſt ebenſo ſehr Gottes Heiligkeit und Güte, ja, wie die Atheiſten ſeine Exiſtenz, welche pre⸗ digen, daß die eine große Erlöſung, die er in die Welt geſandt hat, eine Erlöſung von der Strafe iſt wo⸗ durch wir nicht mehr in die Hölle, ſondern in den Himmel kommen ſtatt zu lehren, daß es eine Erlöſung von der Sünde iſt, von der Macht und der Freude an der Sünde, durch die Liebe Gottes in Chriſto.

Ich wiederhole dieſe Gedanken und Betrachtungen, die Hilary's Sinn wie Blitze durchzuckten und ſie dann befähigten, ihrem Neffen ruhig und ohne Umſchweife denn er war nicht in der Stimmung lange Erörterungen anzuhören zu antworten.

Ich vermag Dir nicht zu erklären, Askott, warum manche von uns Menſchen ſo ſind, wie ſie ſind, und warum uns viele Dinge gerade auf dieſe oder jene Art treffen; das ſind Fragen, die Niemand von uns zu löſen verſteht, wenigſtens nicht in dieſer Welt. Wenn wir aber wiſſen, was zu thun unſere Pflicht iſt, und wie wir aus Allem, ſei es Freude oder Schmerz, Gutes herausfinden können, ſo iſt dies vollkommen genug, um uns unſeren Weg klar zu zeigen, ohne daß wir uns mit unnützem Grübeln den Sinn zu verwirren brauchen.