Gläubigſten zuweilen ſchreckt, und der trotz all des Vielen und Unſinnigen, was über das Myſterium des „Gebunden iſt Natur durch Fatums Spruch, Jedoch des Menſchen Will' iſt frei.“ geſchrieben ward, die Sache nur noch dunkler macht— dieſer Zweifel, dieſe Frage bedrückte Hilary für den Augenblick mit beengenden Banden.
Wie kam es, daß Askott ſo geworden war, wie er leider war? Wurde es durch ſeine Natur begründet, trugen angeerbte Anlagen und Neigungen oder die Ver⸗ hältniſſe, in welche er gekommen, die Schuld davon? Und nun die noch viel bedeutungsvollere Frage, wer war dabei zu tadeln?
Aber als Hilary's Gedanken tiefer drangen, beant⸗ wortete die Frage ſich ſelbſt, wenigſtens ſo gut wie ſie in dieſem engen, begrenzten Zuſtand unſeres menſchlichen Daſeins beantwortet werden kann. Weſſen Wille— wir wagen nicht zu ſagen, weſſen Strafe iſt es, daß Böſes unwiderruflich Böſes erzeugen muß; daß die kleinſten Abirrungen des Menſchen eine Kette von Folgen herbeiführen, durch welche das Glück anderer Perſonen auf das Traurigſte gefährdet wird, und ſie in ein Laby⸗ rinth des Elendes verſtrickt werden? Der Lohn der Sünde iſt Verderben. Wäre es nicht ſo, dann würde die Sünde aufhören, Sünde, und die Tugend, Tugend zu ſein. Wenn er der Allweiſe und Heilige, der aus uns verborgenen Gründen es für recht hielt, die Exi⸗ ſtenz des Böſen zu dulden, jetzt aber ein anderes Geſetz als das vorhin erwähnte, ſowohl in der geiſtigen als materiellen Welt geſtattete, würde er ſich da nicht ſelbſt


