Teil eines Werkes 
2. Band (1863)
Entstehung
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Sei nicht kleinmüthig, Askott; wir werden ſchon ſehen, wie wir durchkommen, bis Du endlich Praxis findeſt. Dann aber wirſt Du arbeiten wie ein rechter, tüchtiger Mann, nicht wahr?

Er antwortete nicht.

Nein, nein, Du darfſt nicht ſo verzagt ſein, mein lieber Junge, fuhr Hilary gütig fort.Wer wird in Deinem Alter, geſund und kräftig wie Du biſt, ver⸗ zweifeln! Du haſt eine gute Erziehung genoſſen, Dir hübſche Kenntniſſe erworben, und keine Hinderniſſe ſollen Dir Deinen Weg beengen nicht einmal Deine Tanten. Denn wir wollen Dir gewiß keine Bürde ſein, auch nicht mehr wünſchen, daß Du in unſerer Nähe bleibſt. Kannſt Du hier keine paſſende Wirkſamkeit für Dich finden, ſo magſt Du getroſt als Schiffsarzt oder Militär⸗Chirurgius außer Landes gehen, wie Du oft gewünſcht haſt. Du meinteſt ſtets, ſolche Stelle ſei leicht zu erlangen. Warum nicht jetzt den Verſuch machen? Wir werden in Alles willigen, Askott; unſer einziger Wunſch iſt, Dich ein thätiges, glückliches Leben führen zu ſehen.

In dieſer Weiſe ſprach Hilary und fühle jett viel innigere Theilnahme für den Neffen, der niedergebeugt ihr zur Seite ſchritt, als da er vor ein Paar Stunden denſelben Weg durch ſein lebhaftes Geſpräch ihr zu ver⸗ kürzen ſuchte. Aber alle Bemühungen, ihn aufzurichten, ſchlugen fehl. Ein ſeltener Anfall von Entmuthigung oder Mürriſchſein war über ihn gekommen, eine Stimmung wie ſie an ihm kaum je bemerkt worden, die ſich aber bei ihrer Zurückkunft, und als Johanna's fragende