er nicht viele Worte, und wenn er wirklich etwas fühlte, ſo verbarg er das in ſeiner Bruſt.
„Ich weiß, wo es hinaus geht, mein feiner, junger Herr“— fuhr er nach einem peinlichen Schweigen fort, während deſſen Hilary's Herz hörbar ſchlug, und Askott in großer Erregung mit ſeinem Weinglaſe ſpielte— „Sie brauchen Geld, und rechnen darauf, ich werde es geben, weil es mir unangenehm ſein muß, wenn über
die Familie meiner künftigen Frau häßliche, ehren⸗
rührige Geſchichten curſiren. So viel iſt klar, das kann mir nicht lieb ſein, aber ich bin ein zu ſchlauer Vogel, als daß ich mich damit locken ließe, wer mich fangen will, muß klüger und gewitzter ſein.“
Tief verletzt und beſchämt ſprang Hilary auf.
„Herr Askott, das iſt unedel“, rief ſie mit bebender Stimme.„Wir wollen Sie nicht überliſten, nicht be⸗ trügen. Sie haben die volle Wahrheit erfahren. Nicht eher mochte ich Ihren Beiſtand erbitten, bis Sie Alles wüßten. Wenn es irgend ein anderes Hülfsmittel in der ganzen weiten Welt für Askott gäbe, ſo würden wir Sie nicht beläſtigt haben. Es iſt eine furchtbare De⸗ müthigung.“
Möglich, daß in Peter Askott's Herzen doch eine weiche Stelle war, oder daß gerade dieſe Zeit vor ſeiner Heirath ihn zugänglicher gemacht, ſo daß bei der rechten Berührung der ſonſt ſo harte Mann milder ward, denn er blickte faſt gütig auf das arme zitternde Mädchen und ſagte in einem ſo ſanften Tone, wie man
ſelten von ihm gehört:
„Aergern und betrüben Sie ſich nicht, mein liebes


