Teil eines Werkes 
2. Band (1863)
Entstehung
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Zweites Bapitel.

Herr Askott ſaß in leichtem Halbſchlummer in ſeinem einſamen Speiſezimmer. Sein Geſicht war von dem Genuſſe des Weines röthlich angehaucht, und auch ſein Herz ſchlug etwas ſchneller und wärmer, vermuth⸗ lich aus derſelben Urſache. Dennoch war er nicht etwa berauſcht oder garbetrunken, ſolches gewöhnliche Wort iſt nur für niedere Leute anwendbar, nicht für reiche Grundbeſitzer und vornehme Herrn, welche ein Recht haben, alle Genüſſe des Lebens ihr eigen zu nennen. Herr Askott war nicht einmalluſtig, ſon⸗ dern nur geraderecht gemüthlich und comfortable, er befand ſich in jener angenehmen, wohlwollenden Stim⸗ mung, in welche ältliche Herren, nach einem wohl⸗ ſchmeckenden Mittageſſen, gewürzt durch eine gute Flaſche Wein, meiſt gerathen, beſonders wenn ſie keine höheren, geiſtigen Genüſſe kennen und die Freuden der Tafel ihre liebſten und einzigſten ſind. Aber Reichthum und Be⸗ quemlichkeit ſind auch nicht zu verachtende Dinge. Selbſt Hilary war nicht unempfindlich gegen die Schönheit