dingung ſtellte ſie als unerſchütterlich hin— ehe Herrn Askott's Hülfe beanſprucht wurde, mußte er ohne Rück⸗ halt den ganzen Umfang der traurigen Angelegenheit erfahren.
Mit einem ſeltſamen, wehen Gefühle nahm ſie den Arm ihres Neffen, der ganz in ſeiner gewohnten Weiſe ſchwatzte und lachte und nicht zu ahnen ſchien, welche Empfindungen ſie beſtürmten; und gerade dieſe Leicht⸗ fertigkeit drückte ſie noch mehr nieder. Schweigend ging ſie an ſeiner Seite durch die Straßen, die theils noch im Dunkel lagen, theils von den Gasflammen erhellt wurden. Sie wußte recht gut, daß er nur ihre Geſell⸗ ſchaft erbeten habe, damit ſie die ihm unangenehme Sache ſtatt ſeiner übernahm, und daß ſie ihrerſeits ihn nur begleite als eine Art Schutz und Schirm, um ihm das zu erſparen, was zu thun ihr ſo ſchwer wurde und ſie ſchon im Voraus demüthigte.
Und doch wurde er prunkvoller Weiſe das Haupt, die Hoffnung, die Stütze der Familie genannt!
Ach, wie manche Familie hat unter gleichen Verhält⸗ niſſen einer ſolchen Täuſchung, einem reinen Schemen ſich mit lächelnder Miene zu beugen!


