16
Zahlen zu ſein, ſondern als rächende Ungeheuer erſchei⸗ nen, von denen Leben oder Tod abhängt.
„Iſt das nun Alles? Weißt Du auch gewiß, daß dies Alles iſt?“ fragte Hilary auf die letzte Summe deutend und Askott feſt dabei anſehend.
Er flammte auf und fragte, was ſie damit meine, ſein Wort zu bezweifeln.
„Das ſagte ich nicht, aber Du kannſt leicht ein Ver⸗ ſehen gemacht, etwas vergeſſen haben. Du biſt in Geld⸗ ſachen ſo ſorglos.“
„Nur zu wahr. Ich bin achtlos, und dadurch komme ich ins Unglück. Doch das ſoll nun aufhören; ich will ſo pünktlich und akkurat wie Du werden! Jede Woche, jeden Tag werde ich meine Bücher aufrechnen, gerade wie Du es in jenem ſchrecklichen Laden thun mußt, Tante.“
So ſprach er ganz wohlgemuth dahin, doch Hilary brachte ihn zum Schweigen, indem ſie auf die Zahlen vor ihnen deutete.
„Du ſiehſt, die Summe iſt größer als wir erwar⸗ teten. Wie ſoll ſie bezahlt werden. Denke nach und finde einen Ausweg. Du biſt ja nun ein Mann.“
„Das weiß ich“, entgegnete Askott mürriſch;„doch wozu hilft der Name? Geld macht den Mann, und ich beſitze keines. Wenn nur der alte Peter Askott jetzt ſter⸗ ben möchte, das heißt, nachdem er mich zu ſeinem Er⸗ ben eingeſetzt hätte; obgleich Tante Selina da auch wohl ein Wort mitſprechen würde. Eigentlich, da ich doch ihr Neffe bin, könnte ich mich an den alten Geizhals wen⸗ den, daß er für mich zahlte. Hurrah! das iſt ein glor⸗ reicher Gedanke!“


