Teil eines Werkes 
2. Band (1863)
Entstehung
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Ich könnte wenigſtens ſo handeln, und ich würde mich für gerechtfertigt halten es zu thun.

Doch jetzt noch nicht. Er iſt ja nur noch ein Knabe unſer lieber, ſchöner Knabe!

Und die beiden Frauen, in deren Herzen mütterliches Fühlen und Lieben lebte, die aber in der einen noch nicht den rechten natürlichen Ausfluß gefunden hatten, und bei der anderen ſchwerlich mehr finden würden, ſie weinten über den unglücklichen Jüngling, faſt wie Mütter weinen.

Was ſollen wir aber thun? fragte Hilary end⸗ lich.Dreißig Pfund bezahlen und es iſt nicht ein überflüſſiger Penny in unſerer Kaſſe! müſſen wir borgen?

Nein, nein! nur nicht borgen! lautete die Ant⸗ wort, von einem Schauder begleitet.Wir beſitzen ja noch den Diamantring.

Dieſer Ring war ein Erbſtück, das ſtets an die älteſte Tochter der Familie fiel und das ſelbſt in den Tagen bitter⸗ ſter Noth mit einer Art Aberglauben als unveräußerlich feſt⸗ gehalten wurde. Das letzte Mal, als Johanna ihn be⸗ wunderte, ſagte ſie ſcherzend, ſpäter ſolle er jener höchſt wichtigen Perſon geſchenkt werden, von der die drei Tan⸗ ten ſchon ſeit Jahren ſprachen der Gattin ihres Neffen, Frau Askott Leaf.

Wir müſſen uns ohne ihn behelfen, ſagte Johanna, indem ſie traurig auf den ſchönen Ring blickte.Sie kann ihn nun nicht haben wenn er jemals heirathet, der arme Junge.

Ehe er nicht gründlich gebeſſert iſt, wird er es