Teil eines Werkes 
2. Band (1863)
Entstehung
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nerin rührte beide Schweſtern.Geh jetzt und beſorge etwas Frühſtück für Fräulein Hilary!

Nachdem Eliſabeth ſich entfernt hatte, wandten die Schweſtern ſich zueinander. Sie ſprachen nicht viel. Wozu hätte es auch genützt? Beide kannten ja nun das Schlimmſte, ſowohl die Thatſachen als ihre eigenen, weitergehenden Befürchtungen.

Was ſoll geſchehen, Johanna?

Nach einer langen Pauſe erwiderte die Gefragte:

Ich ſehe nur einen Ausweg ihn befreien.

Hilary ſprang auf und maß das Zimmer mit ſchnellen Schritten.

Nein, nein, Johanna. Darin willige ich nicht. Wir können ihm doch nicht helfen, ihn nicht retten. Und er verdient auch keine Hülfe. Wenn er die Schulden aus wirklichem Mangel gemacht hätte, um ſich Speiſe und die nöthigſten Lebensbedürfniſſe zu verſchaffen, es wäre etwas Anderes aber für Luxusartikel, elegante Klei⸗ der ſolche Summen zu verſchwenden! Du weißt doch, daß ſein Schneider ihn feſtnehmen ließ. O, ich würde eher in Lumpen einhergehen, möchte lieber uns Alle in Lumpen ſehen, als ſo etwas thun. Es iſt ſelbſtſüchtig, niedrig, feige von Askott, und ich verachte ihn. Ja, ob⸗ wohl er mein Neffe iſt, das Kind meines eigenen Bru⸗ ders, ich verachte ihn doch.

i Nein und glühende Thränen entſtrömten den flammenden Augennein, ihn ſelbſt verachte ich

nicht. Ich bedaure ihn mehr, denn er hat trotz ſeiner Fehler manches Gute, aber ſeine uverzeihliche Schwäche