Teil eines Werkes 
1. Band (1863)
Entstehung
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Sie nahm Askott's Drücker und verließ leiſe das Haus. Draußen in der dunklen, nebligen Nacht ver fehlte ſie mehr als einmal den Weg, weil ſie noch nie ſo ſpät auf der Straße geweſen war und ſich nicht gut zurecht finden konnte. Selten daß ſie Jemand begegnete, außer dem Conſtabler, der auf dem naſſen Trottoir auf und ab ging. Als er ſeinen forſchenden Blick auf ſie richtete, fuhr ſie gleich einer Schuldigen zuſammen, bis ſie ſich erinnerte, daß ſie nichts Böſes thue und deshalb keine Furcht zu haben brauche. Dies war der einfache Glaubensſatz, den Hilary ſie gelehrt, und er hielt ſie muthig aufrecht bis zu Fräulein Balquidder's Thür.

Dort aber bangte dem armen Mädchen von Neuem, und noch mehr, als Fräulein Balquidder ſelbſt, in dem ſonderbarſten Koſtüm auf das Klopfen erſchien, und mit ſtrengem Tone fragte, wer es ſei, der zu ſo ſpäter Stunde die Ruhe eines anſtändigen Hauſes ſtöre?

Eliſabeth hatte ihre Antwort überlegt, um das zu ſagen, was nöthig war, und doch nichts zu verrathen, was Fräulein Hilary vielleicht verſchweigen wollte.

Entſchuldigen Sie, Madame, ich bin Fräulein Leaf's Dienerin. Meine Herrin iſt krank, und ich wünſchte, daß dieſer Brief in Fräulein Hilarn's Hände käme.

So, ſo. Tretet ein! Iſt nicht Euer Name Eli⸗ ſabeth?

Ja, Madame.

Warum ſeid Ihr ſo ſpät unterweges? Schickt Euch Eure Herrin?

Nein.

C

Iſt ſie ſo ſehr krank? Das muß ſchnell gekommen