Teil eines Werkes 
1. Band (1863)
Entstehung
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im Alter zum richtigen Geizhals ausbildete. Es liegt ſogar in der gedankenloſen Großmuth und Freigebigkeit der Jugend etwas, wodurch das Herz erwärmt und er⸗

friſcht wird, ſelbſt wenn der Verſtand es nicht billigen

kann. Aber daß Askott Leaf's Freigebigkeit ſich ſtets und immer mur auf ihn ſelbſt bezog, das brachte Eliſa⸗ beth ſo auf.

Wenn ſie zuweilen ein neues Kleidungsſtück in ſein Zimmer trug, in dem andere, noch unbezahlte und gut erhal⸗ tene Anzüge unordentlich umherlagen, oder wenn ſie viele Paare der ſchönſten und feinſten Stiefel putzte und Dutzende der eleganteſten Battiſttaſchentücher für ihn waſchen mußte dann erfaßte ſie der gerechte Zorn, indem ſie all der kleinen und großen Mängel gedachte, an welchen die Garderobe von Fräulein Hilary litt, oder Bequem⸗ lichkeiten herbei wünſchte, die Fräulein Johanna's Kränk⸗ lichkeit faſt erforderte, alles Dinge, welche Askott nie einfielen. Natürlich nicht, wie kann ein junger Mann an dergleichen denken, wird Mancher ſagen.

Aber es giebt welche, die es können und thun. Ant⸗ worte mir, Du Sohn jener armen Wittwe, Du ſorg⸗ ſamer Bruder Deiner verwaiſten Schweſtern, Du flei⸗ ßiger Schreiber, der nur für das Wohl der Familie arbeitet antwortet Ihr Alle: iſt es nicht beſſer und herzerhebender an Andere als nur an ſich ſelbſt zu den⸗ ken? Kann ein Menſch, ja ſelbſt ein junger Mann, ſein höchſtes, einziges Glück in ſeinem rein perſönlichen Vergnügen und Genuß finden?

Doch ich will mit dieſem Predigen meine Ge⸗