doch nie den Werth des Geldes kennen lernen, und in der Hinſicht immer unmündige Kinder bleiben— dieſe Alle mögen, wenn ſie in Schulden gerathen, Anſpruch auf Nachſicht und Vergebung haben, denn ſie fehlen aus Zufall und Irrthum, doch nicht mit Vorbedacht.
Aber jenen Menſchen, die Sachen beſtellen und kau⸗ fen, beſtimmt wiſſend, daß ſie dieſelben nie bezahlen kön⸗ nen, allen denjenigen, welche ſich kein Vergnügen, keine noch ſo luxuriöſen Bequemlichkeiten zu verſagen ver⸗ mögen, ſo ſehr das Gewiſſen ſie mahnt, daß ſie von anderer Leute Geld leben— oder endlich den nicht ſchlech⸗ ten, trägen und ſchlaffen Perſonen“, welche wohl ihre Einnahmen und Ausgaben regeln könnten, wenn es nicht zu beſchwerlich wäre— allen dieſen keine Nach⸗ ſicht, kein Mitleid, ſie verdienen es nicht.
Zu welcher Klaſſe von Schuldenmachern Askott Leaf gehörte, wird dieſe Geſchichte zeigen. Ich erzähle ſie, oder mehr noch ich laſſe ſie und ihre Moral für ſich ſelbſt ſprechen, denn es iſt ja die Geſchichte von Hunderten und Tauſenden.
Daß ein junger Mann ſeine Jugend nicht genießen ſollte, wäre hart; daß es höchſt angenehm iſt, ſich hübſch zu kleiden, gut zu leben, und mit vollen Händen für ſich und Andere Geld auszugeben, ſteht außer allem Zweifel. Niemand würde es anders wünſchen. Man⸗ cher junge Menſch, der mit zwanzig Jahren ſeine Güte und Leichtherzigkeit bis zur Verſchwendung trieb, wurde mit vierzig Jahren der ſparſamſte und vernünftigſte Fa⸗ milienvater, während ein anderer, der, ohne daß er es
nöthig hatte, auf filzige Weiſe darbte und ſparte, ſich


