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gewieſen, wenn ſolches ihnen gemacht wäre. Aber außer den Hochzeitskleidern und einer Einladung zum Früh⸗ ſtück dabei, welches auch in einem Hotel ſtattfinden ſollte, ward ihnen nichts angeboten.
Obwohl nun alſo ein wichtiger Feſttag in Ausſicht ſtand, ſo ging das ſtille, einförmige Leben im Hauſe der Schweſtern doch ununterbrochen fort. Die ſchönſten Stunden wurden durch Hilary's Beſuch herbeigeführt, der ſtets von Sonnabend Abend bis Montag Morgen währte. Und in dieſen kurzen Sonnenblicken, wo Jeder beſonders liebenswürdig war und ſich bemühte, die eigenen Sor⸗ gen zu verbergen, überſah Hilary Etwas, worüber Eli⸗ ſabeth ſchon lange mit ihr hatte ſprechen wollen, doch nie den Muth dazu fand; denn es war ja nicht ihre Angelegenheit, man hätte ſie vielleicht ſogar beſchuldigen können, ſie miſche ſich in Familienſachen. Vor Allem erforderte es die Nothwendigkeit, Mittheilungen zu machen, welche wie Geklätſch ausſehen konnten, auch wohl als ein Spioniren zu deuten waren, und zwar betraf es Jemand, den Eliſabeth nicht leiden mochte. Darin lag aber gerade der Schwerpunkt; obwohl ſie nur eine arme, ſchlichte Dienerin war, ſo beſaß ſie eine Art ritterlichen Ehrgefühles, welches ſie ermahnte, beſonders gegen ihren Feind gerecht zu ſein.
Feind! Das Wort iſt vielleicht zu ſtark; doch von Tag zu Tag ſteigerte ſich ihre Bitterkeit gegen Askott Leaf. Nicht etwa, daß er ſie perſönlich gekränkt oder ſchlecht behandelt hätte, nein, im Gegentheil, er gehörte zu den jungen Männern, die ſtets von ihren„Unter⸗ gebenen“ wohl gelitten ſind, weil er fröhlich, gutmüthig
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