geſchloſſen werden, bei denen der Mann eine hübſche, feinerzogene Gattin als Repräſentantin ſeines Hauſes wünſcht, und dieſe dafür eine bequeme, angenehme Stellung, welche viele Vortheile bietet, eintauſcht— es iſt am Ende kein ſchlechterer Handel, als mancher andere.
Mit einer noch leiſen Hoffnung, es könne vielleicht doch noch zurückgewieſen werden, fragte Hilary, ob Se⸗ lina ſich ſchon ganz feſt entſchieden habe.
„Unwiderruflich. Er ſchrieb mir geſtern Abend und heute Morgen erhielt er meine Antwort mündlich.“
Nun wenigſtens hatte Selina Niemand mit ihrer „Liebesgeſchichte“ gequält und beunruhigt. Ihr war es eine reine Geſchäftsſache geweſen.
Die Schweſtern ſahen, wie an kein Rückgehen zu denken war, und ſomit hörte jedes Kritiſiren über Herrn Askott auf.
Jetzt da ſie einmal begonnen, wurde Selina mittheil⸗ ſam und ſprach von ihrer glänzenden Zukunft.
„Er hat ſich ſehr liberal, ſehr anſtändig benommen. Für den Fall ſeines Todes fällt mir ein bedeutendes Vermächtniß zu, und er ſagt, es würde ihm Freude machen, meine Familie zu unterſtützen, damit es Euch möglich ſei, ſtets unſerem Stande gemäß zu er⸗ ſcheinen.“
„O, wir ſind ihm außerordentlich dankbar.“
„Sei nicht ſpitz, Hilary! Er meint es gut. Und dann muß er fühlen, daß dieſe Heirath doch— doch—
ein gewiſſes Herabſteigen von meinem Platze iſt, an 17*


