Allen wird? Der Gedanke iſt mir ſchon öfter ge⸗ kommen.“
Mehr noch durch den Ton als durch die Worte betroffen, hielt Askott bei dem Anziehen ſeiner feinen lila Glacee⸗Handſchuhe inne.
„Mein Himmel, was habe ich gethan, um dieſen Vorwurf zu hören? Ich mag nicht viel taugen, doch ſo ſchlimm bin ich nicht, Tante Hilary.“
„Sie meinte es nicht ſo böſe, mein lieber Askott“, ſagte Johanna zärtlich.
Er wurde durch die innigen Worte mehr gerührt, als durch den Tadel. Er kam zu ſeiner älteſten Tante und küßte ſie mit jenem warmherzigen Ungeſtüm, der ihm ſchon oft Verzeihung erwirkt hatte, weil etwas ganz Unwiderſtehliches darin lag. So auch heute.
„Ich weiß, ich bin lange, lange nicht gut genug gegen Dich, Herzenstante, aber ich hoffe, ich werde Dir noch beweiſen können, wie ich die beſten Vorſätze habe, welche bald in Wirklichkeit übergehen ſollen. Ich will ja ſo emſig arbeiten und ſchaffen, damit ich bald ein reicher Mann werde, der dann nie leiden wird, daß ſeine hübſche Tante Hilary ſich in einem Laden abmüht. Jetzt aber adieu, denn ich habe eine Verabredung ge⸗ troffen, die ich einhalten muß, es betrifft Geſchäftsange⸗ legenheiten, wichtige Sachen— von denen vielleicht unſer Aller Glück abhängt.“
Ein Liedchen ſummend ging er von dannen, mit jener gutmüthigen, ſorgloſen Miene und dem lebhaften, fröh⸗ lichen Weſen, welche Askott Leaf ſo ganz eigenthümlich
waren, und welche die Tanten ſtets zu dem Ausſpruche


