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„Ich kann keine Schande darin finden. Da unſere Familie ſo arm iſt, daß ſowohl die Frauen wie die Männer für ihr tägliches Brot arbeiten müſſen, ſo kommt es nur darauf an, daß dies auf anſtändige, ehrenhafte Weiſe verdient wird. Was meinſt Du, Askott?“
Sie blickte ihn ſcharf an, denn ſie hätte ſo gern ſeine wahre Anſicht gewußt.
Er aber nahm dieſe Angelegenheit, wie Alles, ſehr ſorglos.
„Ich weiß gar nicht, warum Tante Selina ſolch Aufhebens macht. Weshalb mußt Du arbeiten, Tante Hilary? Können wir uns denn nicht noch ein Wenig länger durchbringen, bis ich Praxis habe und für Euch Alle ſorgen werde? Ich bin ja das Haupt der Familie.— Wie ſchrecklich dunkel iſt es im Zimmer!“
Er ſprang auf und ſchürte das Kaminfeuer zu ſo hellen Flammen an, daß in kurzer Zeit ein großer Haufe Kohlen, der, wie Hilary gehofft, den halben Abend ausreichen ſollte, verzehrt wurde— o, die grauſame Nothwendigkeit ſolcher Sparſamkeit!
Das peinliche Schweigen, welches eingetreten war, wurde durch Hilary gebrochen, indem ſie Johanna bat, ihre Meinung auszuſprechen.
Dieſe erwachte aus ihrem tiefen Denken und ſagte nun:
„Askott hat Recht, er iſt das Haupt der Familie, und ich hoffe, er wird mit der Zeit als ſolches für ſie ſorgen; doch iſt er es jetzt noch nicht im Stande und


