Teil eines Werkes 
1. Band (1863)
Entstehung
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wenn nicht ſie? Nachdem ſie, beſchützt von dem Zwielicht im Zimmer, ihre Hand leiſe in Johanna's gelegt hatte, ſagte ſie:

„Selina, ich muß einen kleinen Familienrath halten; mir iſt ſoeben ein Antrag gemacht worden.“

„Ein Heirathsantrag!“ fragte Selina emporſchrek⸗ kend.„Ach, ich vergaß, Du warſt heute Morgen bei Fräulein Balquidder; hat ſie Dir einen annehmbaren Vorſchlag gethan— ſollſt Du irgend einem Neffen oder einer Nichte Stunden geben?“

„Sie hat gar keine Verwandte. Doch ich will Euch lieber den ganzen Verlauf meines Beſuches er⸗ zählen.“

„Hoffentlich iſt die Sache unterhaltend“, ſagte Askott, der dem Einſchlafen nahe auf dem Sopha lag— ſeine gewöhnliche Manier nach Tiſche. Er blieb, während ſeine Tante Hilary ſprach, jedoch wach, und als ſie zu dem Schluſſe ihres Berichtes kam, brach er in ein herz⸗ liches Lachen aus:

„Wahrhaftig, das iſt eine famoſe Idee! Du einem

Ladengeſchäfte vorſtehen! Auf meine Kundſchaft kannſt Du rechnen, ich komme, um von Dir zu kaufen, Du wirſt Dich allerliebſt hinter dem Zahltiſch ausnehmen!“

Selina aber rief ärgerlich:

„Du kannſt doch gewiß nicht im Ernſt an die Sache denken. Es wäre eine Schande für die Fa⸗ milie.“

Hilary, der älteſten Schweſter Hand feſter faſſend — die Beiden hatten das Ganze ſchon beſprochen,— erwiderte beſtimmt:

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