Teil eines Werkes 
1. Band (1863)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

22 Augen mit ſichtlichem Wohlbehagen auf dem Fußboden der Küche, der aus glatten, blau⸗ und rothkarrirten

Flieſen gebildet war, die man ſo leicht fegen und reinigen

konnte, und auf denen es ſich, wie Hilary und Askott erprobt, ſo herrlich mit dem Kreiſel ſpielen ließ ein Vorzug, von dem Eliſabeth, deren Kindheit nur harte. Mühſal und keine Spiele gekannt, freilich keine Ahnung

hatte. Dieſes Lieblingsvergnügen der Beiden mußte in

den letzten Jahren vor den ernſteren Beſchäftigungen des Lebens natürlich in den Hintergrund treten; doch war es noch nicht allzu lange her, daß, als eine der kleinen Schülerinnen einmal unvermuthet aus der Schul⸗ ſtube trat, ſie Hilary mit der Peitſche in der Hand fand, einen nachdenklichen Kreiſel in den ſchönſten Win⸗ dungen durch die Küche tanzen laſſend.

Indeſſen drang Eliſabeth weiter vor, ſich nach ihrem eigentlichen Bereiche, der Hinterküche oder dem Koch⸗ raume wendend, um ſeine Geheimniſſe zu betrachten. Vor Allem weilten ihre Augen auf dem Küchenſchrank, deſſen verſchiedene Fächer ſo hübſch beſetzt und ſo unge⸗ mein ſauber waren. Ja, gerade dieſe Ordnung und Reinlichkeit ſchienen das Mädchen als etwas ganz Neues und Merkwürdiges zu berühren; und obgleich man nicht ſagen konnte, daß ſie nachdachte und überlegte denn dazu war ihr Geiſt nicht geweckt genug ſo kam, als ſie jetzt beim Küchenfeuer ſtand, ein gewiſſes Sinnen über ſie, wodurch der Ausdruck ihres Geſichtes ſehr verändert wurde, und es weniger einfältig und gleichgültig

ausſah als Anfangs.

Ich möchte wohl wiſſen, wer Alles dies gethan hat.