Teil eines Werkes 
1. Band (1863)
Entstehung
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wurde ihn mit voller Seele zu verehren, mit ganzem Herzen zu lieben.

Ueber dieſe einfache Thatſache wollen wir jetzt nicht weiter ſprechen, Hilary ſchwieg ja auch darüber. So⸗ bald er von ihr geſchieden, wußte ſie, daß ihr Herz ihm gehörte. Es war dies eine traurige und doch heilige Wahrheit, die ſie ſich nicht verbergen, nicht ausreden konnte, ſelbſt wenn ſie ihr Vorhandenſein nicht gewünſcht hätte. Vielleicht wurde auch Johanna der Standpunkt der Dinge klar, als ſie ihren Liebling für eine kurze Zeit ſo ſehr ſtill und blaß ſah, dennoch äußerte auch ſie kein Wort darüber. Herr Lyon ſchrieb regelmäßig an Abkott, und ein Paar Mal ſogar an die älteſte der drei Schweſtern, aber obgleich Jeder wußte, daß Hilary ſeine beſondere Freundin geweſen, ſo empfing ſie doch keinen Brief von ihm. Er war ſehr plötzlich abgereiſt, um,

wie er ſagte, einen Plan durchzuführen, der großen Einfluß auf ſeine Zukunft haben würde; doch obgleich er früher von ſeinen Angelegenheiten geſprochen hatte, ſo ging er jetzt in keine näheren Erklärungen ein. Aber Johanna wußte, daß er ein braver Mann ſei, und wenn ſie auch keinen Mann auf der ganzen Welt gut genug für ihren Liebling fand ſo hatte ſie zu dieſem doch eine große Zuneigung und ſetzte tiefes Vertrauen in ihn.

Hilary's Gedanken und Gefühle erfuhr Niemand. Aber ſie war ja noch ſo ſehr jung, und das Leben mit ſeinem reichen Hoffen lag vor ihr. Nach und nach kehrte auch wieder die roſige Friſche in ihre blaſſen Wangen