Teil eines Werkes 
1. Band (1863)
Entstehung
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durch das eine Wortharmoniſch charakteriſirt werden, die niemals etwas thun, wodurch einer unſerer Sinne beleidigt wird, eine Annehmlichkeit, welche man bei vielen ſonſt ganz vortrefflichen Menſchen oft vermißt. Dennoch war ſie nicht eben ſehr ſanft und ſtill oderunangenehm liebenswürdig, nein, es lag eine Lebhaftigkeit, ja ſelbſt ein gewiſſes Feuer in ihrem Weſen, die klar zeigten, daß ihr Lebenswein eine Beimiſchung von Champagner in ſich hatte, nichts Erkünſteltes, Aufſchäumendes, doch eine natürlich ſprudelnde Geiſtesfriſche, welche ſowohl geeignet iſt, Andere zu erheitern, doch nicht zu berauſchen.

Und in ihrem eigenen lieben Hauſe wurde dieſe köſt⸗

liche Gabe am meiſten angewendet. Nicht das Centrum

des brillanteſten, bewundertſten Kreiſes konnte witziger an⸗ ziehender und unwiderſtehlich amüſanter ſein, als Hilary, wenn ſie mit ihrer Katze auf den Knieen, inmitten ihrer Schweſtern und ihres Neffen Askott beim Kaminfeuer ſaß, und ihre reizenden Späßchen machte, ihr geiſtreiches Unter haltungstalent ſpielen ließ, zur Erheiterung ihrer Familie, welche aus jenen Perſonen, die Katze als ſolche, und nicht als die unbedeutendſte, mit eingerechnet, beſtand. Ja, Hilary war das Licht, der Sonnenſchein des Hau⸗ ſes, dafür erkannten ſie Alle an; ſie war es von ihrer Ge⸗ burt an geweſen, als ihre ſterbende Mutter ſie mit den Worten:Kind, ſei Mutter dieſem Kinde! in Johanna's Arme legte, welche nicht Frau Laf's rechte Tochter war. Aber die gute Stiefmutter, die einſt das kleine, verwaiſte Mädchen an ihr Herz nahm, und fortan keinen Unterſchied zwiſchen ihmundihren eigenen Kindern machte, wußte wohl an wen ſie die Bitte richtete, wem ſie ihr Kleinod anvertraute.