Teil eines Werkes 
1. Band (1863)
Entstehung
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gehabt hatten.Es iſt meiner Tochter erſter Dienſt, und ich fürchte, ſie wird noch etwas unbeholfen ſein⸗ Halte den Kopf hoch, Liſabeth!

Heißt ſie Eliſabeth?

Ein viel zu langer und vornehmer Name, rief Selina vom Sopha her,nenne ſie Betty!

Wie Sie wollen, Fräulein, ich aber bleibe bei Eliſa⸗ beth. Es war der Name meiner erſten, jungen Herr⸗

ſchaft, meiner einzigen, denn ich hatte nur dieſen einen

Dienſt. Wir werden ſie Eliſabeth nennen, ſagte die älteſte Schweſter mit der ſanften Entſchiedenheit, welche ſie zu⸗

wweilen anwendete.

Während noch eine kleine Berathung über die Sonn⸗ und Feſttage und dergleichen Beſtimmungen zwiſchen ihrer Mutter und der künftigen Herrin ſtattfand, ſtand die neue Dienerin ſtill und unbeweglich in der offenen Thür, welche die Vorderküche von der hinteren, oder wie man hier ſagt, von demKochraume ſchied..

Wie ſchon vorhin bemerkt, war Eliſabeth durchaus kein hübſches, anſehnliches Mädchen, und ihr Anzug eignete ſich nicht dazu, ſie vortheilhafter erſcheinen zu laſſen. Ihr Kattunrock hing in geraden, ſchlichten Falten bis zum Knöchel nieder und ließ die plumpen Schuhe und wollenen Strümpfe ſichtbar werden. Ueber dem Kleide trug ſie eine Latzſchürze, eine richtige Kinderſchürze, von dem billigen, groben, blaugeſprenkelten Zeuge, welches man in jenen Tagen allgemein dazu verwendete. Ein kleines, abgenutztes Tuch, nachläſſig und ſchief um den Hals ge⸗ ſteckt, ein alter, ſchwarzer Hut, der viel zu klein für