zufällig in ihre Hände kommt— denn es iſt eigent⸗ lich kein Buch für Männer— ihre Arbeiter ver⸗ anlaſſen, daß es von ihren Frauen und Töchtern ge⸗ leſen werde.
Auf dieſe Weiſe wird es wohl an die Klaſſe ge⸗ langen, für welche es hauptſächlich geſchrieben und beſtimmt iſt.
Ich muß noch bemerken, daß, obgleich die Bege⸗ benheiten in„Herrin und Dienerin“ der Erfindung angehören, ein Charakter darin der Wirklichkeit ent⸗ nommen iſt. Hätte ich die wahre Geſchichte der Heldin „Eliſabeth Hand“ erzählt, ſie würde ein Leben ent⸗ hüllt haben, ſchöner in ſeiner Einfachheit, Selbſtver⸗ leugnung und Hingebung, als es ein Roman ſchaffen konnte. Ich habe mich berechtigt geglaubt, nicht nur als Anerkennung gegen die Todte, ſondern als ein aufmunterndes, nachahmenswerthes Beiſpiel für die Lebenden das treue Charakterbild Derjenigen zu ent⸗ werfen und in dieſem Buche zu verherrli hen, welche bis zum Ende ihrer Tage gegen Gott: Menſchen eine treue Dienerin war.


