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wiſſen ſollen, doch ſchien das Leben hier in Enderly uns als Freunde auf gleiche Stufe zu ſtellen.“ „Auch ich habe das nicht anders empfunden.“ „Dann werden Sie mir auch um ſo eher ver⸗ zeihen, daß ich Ihnen nicht früher ſagte, wonach Sie niemals fragten, und was ich nur zu gern vergaß: wir ſind nicht Ihresgleichen. Die Geſellſchaft würde uns wenigſtens nicht als ſolche betrachten und ich
zweifle ſogar, ob Sie ſelbſt uns gern als Ihre
Freunde anerkennen möchten.“
„Weßhalb nicht?“
„Weil Sie ein Edelfräulein und wir Handels⸗ leute ſind.“ Dieſe Nachricht erſchreckte ſie ſichtlich, es konnte auch bei ihrer Erziehung nicht anders ſein. Sie ſaß ſtumm, mit niedergeſchlagenen Augen da.
John's Stimme klang immer ſicherer, ja faſt ſtolz.„Mein Beruf iſt, wie Sie ſpäter in Norton Bury hören werden, der eines Lohgerbers, ich bin in der Lehre bei Abel Fletcher, Phineas' Vater.“
„Mr. Fletcher?“ fragte ſie, und blickte halb freundlich, halb ſchmerzlich betrübt zu mir auf.
„Oh, Phineas iſt noch etwas weniger unter Ihrem Stande als ich. Er iſt reich und hat eine
gute Erziehung gehabt, ich habe mich ſelbſt erziehen
müſſen. Ich kam vor ſechs Jahren als Bettelknabe
nach Norton Bury. Nein, das nicht gerade, denn 12*


