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„Wir wollen Beide bei Dir bleiben, mein Lieb⸗ ling; ich verlaſſe Dich nicht mehr.“
„O! ich bin ſo froh darüber.“ Und wieder wendete ſie ſich um, als wollte ſie ſchlafen.
„Biſt Du müde, mein Herzchen?“ frug John, ſie ängſtlich betrachtend.
„Nein, Vater.“
„Soll ich die Knaben mit nach unten nehmen?“
„Noch nicht, lieber Vater.“
„Was wünſchteſt Du denn ſonſt?“
„Nichts als dieſen Sonntag Abend ruhig bei Euch liegen zu dürfen.“
Er frug, ob ſie ihn gern leſen hören möchte, wie er alle Sonntage Abends zu thun pflegte.
„Ja, bitte. Und Guh ſoll neben mir ruhig an meinem Bette ſitzen und zuhören. Ach, das wird ſo hübſch ſein! Guy iſt immer gegen ſeine Schweſter gut— immer ſehr gut.“
„Das weiß ich nicht,“ verſicherte Guy in einem Tone, der zeigte, daß ihm ſein Gewiſſen ſchlug.— „Aber wenn ich ein großer Mann bin, dann will ich es ſein, ganz gewiß.“
Niemand erwiderte Etwas darauf. John öff⸗ nete das große Buch, das er ſeine Kinder ſchon lange vorher kennen und lieben gelehrt hatte— und las aus demſelben die Lieblingsgeſchichte Aller—


