Teil eines Werkes 
4. Band (1860)
Entstehung
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ihrer Schulter, ohne ein Wort zu ſprechen. Aber ich denke, in dieſem Augenblicke ſah er auch die lang verborgene Hand ſo deutlich und klar, wie ich ſie ſeit einem Jahre aus den unveränderlichen Höhen des Himmels ausgeſtreckt und bereit erblickte, das zu ergreifen, was ihr Eigenthum war.

John's Züge trugen ſeitdem eine Veränderung an ſich, die früher keine Sorge ſeines geprüften, aber glücklichen Lebens hervorgerufen hatte, ein unaus⸗ löſchliches Zeichen, das mit Flammenſchrift dort eingebrannt blieb.

Den ganzen Tag hielt er ſie in ſeinen Armen und verſuchte durch die verſchiedenſten Erzählungen

ihr eine Art Unterhaltung zu bereiten. Ward

ſie dadurch ermüdet, ſo ließ er ſie ſanft an ſeiner Bruſt ausſchlafen. Nachdem ſie aber zu Bette ge⸗ bracht war, bat er mich, mit ihm auf die Hochebene zu gehen.

Es war eine trübe Nebel⸗Nacht; Kühe und Eſel ſtanden groß und geſpenſterhaft wie die Schatten der

Wirklichkeit da und an dem Himmel war kein einziger

Stern zu entdecken.

Wir nahmen unſern gewöhnlichen Weg nach der Terraſſe und kehrten wieder zurück, ohne ein ein⸗ ziges Wort gewechſelt zu haben. Plötzlich aber ſagte John ſchnell und leiſe: