Teil eines Werkes 
4. Band (1860)
Entstehung
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Sie wird traurig, weil Niemand mit ihr ſpielt, und es iſt unrecht, daß die Knaben immer fortlaufen und ihre Schweſter allein laſſen, ſagte John nicht ohne Bitterkeit, als wir eines Morgens an dem Sopha ſaßen, wo Muriel lag, während die fröhlichen Stimmen der Jungen von der Hochebene her zu uns herab klangen.

Ach Väter! laß die Brüder ohne mich ſpielen, bitte. Ich mache mir wahrhaftig Nichts daraus, und bleibe lieber ruhig hier liegen.

Aber es iſt meinem kleinen Mädchen gar nicht gut, immer zu liegen, und betrübt auch den Vater.

Thut es das? Sie richtete ſich auf und begann ihre Glieder zu bewegen, aber ſichtlich ſehr matt und mühſam.

Das iſt recht, mein Liebling! Nun zeige mir auch, wie gut Du gehen kannſt.

Muriel ſtand auf und verſuchte durch das Zimmer zu gehen, nach Stühlen und Tiſchen greifend; ach! jetzt nicht mehr, um ſich zurecht zu finden, ſon⸗ dern einer Unterſtützung bedürftig. Endlich fing ſie an zu ſchwanken, und deßhalb weinend rief fie:

Ich kann nicht gehen, ich bin ſo müde; ach, Vater, lieber Vater! nimm mich auf Deinen Arm!

Ihr Vater hob ſie auf, ſah ihr lange in das blinde Antlitz und vergrub dann das ſeinige an