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noch gehörende Minute benutzen wollten, bis der letzte Augenblick da ſei. Eben ſo bleibt mir der Eindruck ihrer bewunderungswürdigen Feſtigkeit, ihrer ruhigen Stimme, wenn ſie mit Guy über all⸗ gemeine Kleinigkeiten ſprach, oder mit Einem von uns, was freilich ſelten geſchah,— ſie zitterte nicht, noch verlor ſie ihren eigenthümlichen reichen, vollen, ja heitern Klang, als ob ſie ihn zwingen wollte, bis über die See hinaus der Mutter, der Familien⸗ Mutter Stimme in ſeiner Erinnerung zu bewahren.
Nur ein Mal ward ſie ſchärfer, als Walther, der troſtlos umherwanderte, niederkniete, um ſeines Bruders Mantelſack zuzuſchließen.
„Nein, geh' fort und laß das. Ich kann Alles allein machen.“
Und ſo flog die Zeit faſt vorüber, bis ihr Kind fortreiſen mußte. Der ganze Haushalt war in der Holle verſammelt, um Mr. Guy Lebewohl zu ſagen, Mr. Guy, den Jedermann ſo beſonders lieb hatte. Alle glaubten, wovon Jedermann, uns ausgenommen, überzeugt war, daß plötzliche Geſchäfte ihn zu einer langen gefährlichen Reiſe zwängen. Ehrfurchtsvoll umgaben ſie ihn, und ihre herzlichen, ehrlichen Glück⸗ wünſche begleiteten ihn, Segenswünſche, die gut für den Jüngling waren, gut, daß er ſie von England, von der Heimath mit fortnehmen durfte.


