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chen werden. Niemand anders braucht Dich ſonſt. Küſſe mich, Kind!“
Aber das kleine Fräulein wandte ſich ab.
„So! Du haſſeſt mich alſo auch? Edwin wird es Dich wohl gelehrt haben. Gut, gut, geh' nur fort, Du Betrügerin.“
Er ſtieß ſie heftig von ſich. Maud fing an zu
weinen.
Und jetzt ſah ihr Vater von dem Buche auf, worin er zwar nicht geleſen, aber für beſſer ge⸗ halten hatte, zu thun, als ob er nicht auf das um ihn Vorgehende Achtung gäbe.
„Komm' hier zu mir her, mein Kind, meine Maud!— Guy, Du ſollteſt doch gegen Deine kleine Schweſter nicht unfreundlich ſein. Suche Dich ſelbſt zu überwinden, mein Junge.“
Wenn auch dieſe Worte ganz freundlich und beinahe flüſternd geſprochen wurden, ſo ſchien es doch mehr zu ſein als des armen Jünglings gereiz⸗ tes Gefühl zu ertragen vermochte.
„Vater, Du beleidigſt mich,— ich kann das nicht ertragen, und will lieber das Zimmer verlaſſen.“ Er ſtürzte hinaus und ſchlug die Thür heftig hinter ſich zu. Seine Mutter wollte ihm folgen, ſetzte ſich aber wieder nieder. Die Augen, welche ſie zu ihrem Manne aufſchlug, waren um Verzeihung


